Eine Wurzel, die es in sich hat
Kurkuma, botanisch Curcuma longa, gehört zur Familie der Ingwergewächse und stammt ursprünglich aus Südasien. Die Pflanze mit ihren großen, grünen Blättern und weißen bis rosafarbenen Blüten bildet unterirdisch knotige Rhizome aus – jene goldgelben Wurzeln, die ihr den Beinamen „Goldene Knolle“ eingebracht haben.
Das Besondere an der Kurkuma-Wurzel ist ihr Gehalt an Curcuminoiden, allen voran Curcumin, das für die intensive gelbe Färbung verantwortlich ist. Daneben enthält Kurkuma ätherische Öle wie Tumeron, Atlanton und Zingiberen sowie weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Kombination macht die Knolle zu einem faszinierenden Forschungsobjekt der modernen Wissenschaft.
Goldener Schatz der indischen Kultur
Im Ayurveda wird Kurkuma seit über 4.000 Jahren eingesetzt und gilt dort als eines der wichtigsten Mittel überhaupt. Eine besonders bekannte Zubereitung ist die sogenannte „Goldene Paste“, bei der Kurkuma-Pulver mit schwarzem Pfeffer und einem hochwertigen Öl vermischt wird. Diese Paste lässt sich vielseitig verwenden und hat sich über Generationen hinweg bewährt.
Kurkuma: Was die Forschung sagt
In den letzten Jahrzehnten haben Forscher weltweit intensiv die Eigenschaften von Curcumin untersucht, insbesondere im Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen im Körper.
Curcumin zeigt in Laborstudien bemerkenswerte antioxidative Eigenschaften und interagiert mit verschiedenen Signalwegen im Körper, die an Entzündungsprozessen beteiligt sind.(1) Im Labor kann es zudem die Aktivität bestimmter entzündungsfördernder Enzyme modulieren und gleichzeitig körpereigene antioxidative Schutzsysteme unterstützen.
Warum Kurkuma auch für Hunde wertvoll ist
Was für Menschen interessant ist, verspricht auch für unsere vierbeinigen Begleiter spannende Einsatzmöglichkeiten. Hunde profitieren möglicherweise ebenfalls von den besonderen Eigenschaften der Kurkuma-Wurzel, insbesondere ältere Tiere oder solche mit erhöhtem Bedarf an antioxidativem Schutz.
In einer Studie an gesunden Hunden, die einen Monat lang Snacks mit Curcumin erhalten hatten, zeigte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe, dass sie im Blut niedrigere Werte für Marker von oxidativem Stress und eine höhere Aktivität körpereigener antioxidativer Enzyme aufwiesen.³
Die goldene Knolle verbindet auf faszinierende Weise traditionelles Wissen mit moderner Forschung – und verspricht auch für unsere Hunde spannende Einsatzmöglichkeiten.
¹ Turmeric and Curcumin – Health-Promoting Properties in Humans versus Dogs. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10572432/
² Intake of snacks containing curcumin stimulates erythropoiesis and antioxidant response in dogs. Comparative Clinical Pathology. 2020. https://link.springer.com/article/10.1007/s00580-020-03125-9

