In den Zellen deines Hundes arbeiten Schutzprogramme, die ihn vor den Folgen von oxidativem Stress bewahren können. Zu den bekanntesten gehören der NRF2-Signalweg und die Sirtuine. Funktionieren diese Systeme gut, altern Zellen langsamer, bleiben leistungsfähiger und können sich effektiver reparieren.
NRF2 – der Sicherheitschef der Zelle
NRF2 ist ein Schalter, der bei Stress aktiv wird. Gerät die Zelle unter Druck – durch freie Radikale, Entzündungen oder Umweltgifte – wandert NRF2 in den Zellkern und schaltet dort gezielt Schutzgene an. Das Ergebnis: körpereigene Antioxidantien und Entgiftungsenzyme werden produziert. NRF2 liefert also keine einzelnen Schutzstoffe von außen, sondern aktiviert das interne Abwehrsystem der Zelle selbst.
Sirtuine – die Langlebigkeits-Enzyme
Sirtuine sind Enzyme, die eine zentrale Rolle bei der Zellreparatur spielen. Sie steuern, wie gut die DNA repariert wird, wie effizient die Mitochondrien Energie produzieren und wie stark Entzündungsreaktionen ausfallen. Für ihre Arbeit brauchen Sirtuine NAD⁺ – ein Molekül, dessen Spiegel bei Menschen und Versuchstieren mit dem Alter sinkt. Mögliche Folgen: Sirtuine können weniger aktiv werden, Zellen anfälliger und Alterungsprozesse können sich beschleunigen.
Wie NRF2 und Sirtuine zusammenarbeiten
Diese beiden Systeme sind keine Einzelkämpfer, sondern eng miteinander vernetzt: Beide helfen den Zellen, mit oxidativem Stress umzugehen, und unterstützen die Funktion der Mitochondrien.
Was dein Hund braucht, damit diese Systeme gut laufen
Die Grundlage ist eine artgerechte, ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und natürlichen Antioxidantien. Bestimmte pflanzliche Polyphenole, etwa aus Beeren oder Kräutern, können in Laborstudien den NRF2-Signalweg anstoßen und so körpereigene Schutzreaktionen aktivieren. Regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewegung trainiert die körpereigenen Schutzmechanismen. Ein schlankes Körpergewicht trägt dazu bei, die stille, chronische Entzündung, die bei Übergewicht im Fettgewebe entsteht, im Zaum zu halten. Hinzu kommen noch weitere, wichtige Entzündungsbremsen: möglichst wenig Dauerstress, gesunde Zähne und ein stabiler Darm.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen zu deinem Hund wende dich bitte an einen Tierarzt deines Vertrauens.

